THL Unwetter

Einsatznummer: 46-2026
Datum: 14. Juli 2026
Alarmzeit: 18:00 Uhr
Art:
Einsatzort: Stadtgebiet Nürnberg
Fahrzeuge: LF 16/12, HLF 10/6, MZF
Eingesetzte Kräfte: FF Fischbach, BF Nürnberg, weitere Einheiten der FF Nürnberg


Einsatzbericht:

Ein heftiges Unwetter forderte am Abend alle Einheiten der Nürnberger Feuerwehr und des THW.

Von Wasser im Keller, losen bzw. heruntergefallenen Dachziegeln bis Bäume über Straßen und auf Autos hatten die Kräfte der FF Fischbach an zwölf Einsatzstellen alle Hände voll zu tun.

Die offizielle Pressemeldung der Feuerwehr Nürnberg:

Gewaltige Unwetterlage fordert Einsatzkräfte im gesamten Gebiet der Integrierten Leitstelle Nürnberg (ILS)

Eine schwere Unwetterlage hat am gestrigen Dienstagabend das gesamte Zuständigkeitsgebiet der Integrierten Leitstelle Nürnberg erfasst und zu zahlreichen Einsätzen geführt.

Betroffen von der sehr plötzlich entstandenen Extremwetterlage am Abend waren die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie die Landkreise Nürnberger Land und Erlangen-Höchstadt. Innerhalb von rund fünf Stunden gingen in der ILS Nürnberg etwa 3.000 Notrufe ein – eine so noch nie dagewesene Zahl. Aus diesen Anrufen resultierten rund 1.100 Einsätze, die von den ca. 270 eingesetzten Feuerwehren mit ca. 3000 Einsatzkräften abgearbeitet wurden.

Um das außergewöhnlich hohe Notruf- und Einsatzaufkommen zu bewältigen, wurden frühzeitig in der ILS sowie der BF Nürnberg dienstfreie Kräfte alarmiert. In der Spitze konnten damit sämtliche verfügbaren 40 Notrufabfrageplätze der Integrierten Leitstelle inkl. der Not-Leitstelle sowie zusätzliche Fahrzeuge der BF Nürnberg mit Personal besetzt werden.

Da sich nach der ersten Gewitterzelle eine gewaltige zweite Gewitterzellte ankündigte, wurde in der Stadt Nürnberg zusätzliche Führungsdienste aktiviert, in der Leitstelle ein Führungsstab und auf der Feuerwache 1 der Stab ÖEL etabliert. Auch in anderen, stark betroffenen Gebietskörperschaften traten Führungsstäbe zusammen, um die Einsatzmaßnahmen zu koordinieren und die Vielzahl der Einsätze abzuarbeiten.

Die Einsatzschwerpunkte lagen in Summe insbesondere bei umgestürzten Bäumen, vollgelaufenen Kellern, überfluteten Straßen und Straßenzügen sowie abgedeckten oder beschädigten Dächern; aber auch zahlreiche durch das Unwetter ausgelöste Brandmeldeanlagen beschäftigten die Einsatzkräfte. Darüber hinaus wurden die Einsatzkräfte auch zu zahlreiche Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit dem Unwetter gerufen.

Die meisten Einsätze entfielen auf die Stadt Nürnberg mit rund 300 Einsätzen, gefolgt von der Stadt Erlangen mit rund 200 sowie der Stadt Fürth mit rund 190 Einsätzen. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt wurden rund 180 Einsätze registriert, im Landkreis Nürnberger Land rund 175 und im Landkreis Fürth rund 15.

Auch das Technische Hilfswerk unterstützte die Einsatzmaßnahmen mit zahlreichen Kräften aller Ortsverbände im Zuständigkeitsgebiet der ILS Nürnberg.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Nürnberger Flughafen, an dem Sturmschäden an Gebäuden, Überschwemmungen infolge des Starkregens sowie Schäden an der Infrastruktur beseitigt werden mussten. Der Flugbetrieb wurde zeitweise vollständig eingestellt. Nachdem die unmittelbaren Gefahren durch die Werkfeuerwehr beseitigt waren, konnte der Flugverkehr später am Abend wieder aufgenommen werden.

Im Zusammenhang mit der Unwetterlage wurden mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt. In Nürnberg wurde eine Person mit schweren Verletzungen in den Schockraum einer Klinik gebracht, nachdem sie von einem umstürzenden Baum getroffen worden war.

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