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Projekt "Durchblick" - Zwei neue Wärmebildkameras im Dienst

Den Restbetrag steuerten der Freistaat Bayern (rund 2.700 Euro pro Kamera) über ein Zuschussprogramm und der Förderverein Freiwillige Feuerwehr Fischbach e.V. bei. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Die Ausstattung der beiden Großfahrzeuge stellt für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Einsatzgebiet einen großen Sicherheitsgewinn dar.

Das ursprünglich von der FF Fischbach initiierte Projekt führte aber auch dazu, dass sich in Nürnberg noch 12 weitere Freiwillige Wehren anschlossen und je eine Kamera beschafften. Ein gewaltiges Sicherheitsplus also auch für die gesamte Nürnberger Bevölkerung.

Seit dem heutigen Sonntag Vormittag und der Einweisung in die Geräte ist es nun endlich so weit, und auf den beiden Hilfeleistungslöschfahrzeugen der FF Fischbach ist je eine Wärmebildkamera verlastet und einsatzbereit im Dienst.

Die Kameras vom Typ FLIR K55 ermöglichen - laienhaft ausgedrückt - den "Durchblick" in verrauchten Räumen. Ganz einfach ausgedrückt: Jeder Gegenstand oder jeder Körper gibt permanent Energie in Form von Wärmestrahlung (=Infrarotstrahlung) ab. Diese Wärmestrahlung kann die Kamera auch durch Rauch hindurch detektieren. Die Temperaturunterschiede der erkannten Wärmesignaturen werden dann auf dem Bildschirm in Graustufen oder eingefärbt dargestellt. Darüber hinaus kann die Kamera Temperaturen messen und ebenfalls anzeigen.

Ein mit einer Wärmebildkamera ausgestatteter Trupp kann bei einem Wohnungsbrand somit durch den Rauch hindurchsehen und dadurch Personen viel schneller finden und retten bzw. Temperaturen in Räumen und die daraus resultierenden Gefahren besser abschätzen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen. Auch bei Personensuchen im Freien leisten die Wärmebildkameras wertvolle Dienste. Eine menschliche Silhouette kann z.B. noch auf rund 120 m Entfernung erkannt werden.

Mit der sogenannten "Hotspot"-Funktion lassen sich nach einem Feuer Glutnester aufspüren oder bei einem Verkehrsunfall Rückschlüsse auf die Anzahl der Personen im Fahrzeug ziehen. Ein Sitz, auf dem vor kurzer Zeit noch eine Person saß, strahlt mehr Wäme ab, als ein unbesetzter Sitz. Daher kann der Blick mit der Wärmebildkamera unter Umständen eine Antwort auf die Frage liefern, wie viele Personen sich vermutlich im Fahrzeug befanden und ob vielleicht noch in der Umgebung gesucht werden muss.

Bei Gefahrgutunfällen oder in Industrieanlagen können unter günstigen Umständen der Inhalt von Behältern abgeschätzt oder Leckagen erkannt werden. Flüssigkeitsstände lassen sich - sofern sich die Temperatur der Flüssigkeit von der des Behälters unterscheidet - ebenfalls erkennen.

Eine der neuen Wärmebildkameras der FF Fischbach

 

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